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Corona Juckreiz ist eine Folge von Corona

Je länger die Corona-Pandemie dauert, umso mehr lernen die Mediziner über diese Viruserkrankung. Dies gilt vor allem für die Symptome. So kann SARS-CoV-2 auch allergische Reaktionen auslösen, also noch andere Symptome hervorrufen außer Schnupfen, Husten. Dies gilt vor allem, wenn es zu einem schweren Verlauf kommt. Es ist schon seit Monaten so – eigentlich schon seit dem Beginn der Pandemie, dass immer wieder neue Symptome entdeckt werden. Grund dafür ist, dass die Infektion SARS-CoV-2  mehrere Organsysteme betreffen kann und dadurch unterschiedliche Facetten aufzeigt. Seit einiger Zeit deuten sich auch dermatologische Symptome an, die bereits ausführlich vom British Journal of Dermatology beschrieben wurden. Eines dieser dermatologischen Symptome ist Juckreiz. Juckende Haut ist dabei für viele Menschen, die trockene Hautstellen oder andere Hauterkrankungen haben oder hatten, dabei nicht neu. Die erkrankten Patienten, die eine Infektion COVID-19 mit dermatologischen Anzeichen haben, kämpfen tatsächlich in den meisten Fällen gegen schwere Verläufe der COVID-19 Erkrankungen an.

 

Zur Definition: Was ist Pruritus?

Wenn es auf Hautstellen juckt, dann kann man durchaus von einem solchen Reiz sprechen. Dieser Reiz tritt als Krankheit zum Beispiel nach einem Insektenstich auf. Doch auch bei Hautallergien und Hauterkrankungen sind juckende Hautstellen nicht unüblich. Das Jucken kann in allen Fällen sehr lästig sein und reizt den Menschen regelrecht dazu an den betroffenen Hautstellen sich zu kratzen. Dies sollte aber vermieden werden. Denn der Reiz, medizinisch als Pruritus bezeichnet, ist eine Missempfindung der Haut, die aber das Verlangen auslöst, sich an der betroffenen Stelle zu kratzen. Das Jucken wird von den Betroffenen als sehr unangenehm oder sogar als quälend empfunden. Doch das Kratzen der Hautstellen sorgt nur kurzzeitig für eine Linderung. Vielmehr kann das Kratzen zu Hautverletzungen führen. Und diese Verletzungen können wiederum zur Folge haben, dass sich der Reiz verstärkt und man nur noch mehr juckt und dass durch das ständige Kratzen die Hautstellen aufgerissen werden, bluten und so der Weg frei ist, dass Bakterien eindringen in die frische Wunde und es zu Entzündungen kommen kann. Auch eine Narbenbildung ist nicht ausgeschlossen. Dies sind Dinge, die Eltern schon ihren Kindern beibringen, wobei man früher tatsächlich davon ausging, dass das Jucken von Hautstellen eine abgeschwächte Form des Schmerzes sei.

 

Corona und juckende Hautstellen – man forscht noch

Zurück zum den juckenden Hautstellen in Verbindung mit einer Infektion mit COIVD-19: Der Coronavirus SARS-CoV-2 kann tatsächlich die Krankheit Pruritus auslösen, was für eine Virusinfektion nicht unüblich ist. Auch bei anderen grippalen Beschwerden treten oftmals Reize auf, die zum Jucken anreizen auf Hautstellen. Darüber hinaus sind auch alle möglichen Formen von Hautausschlägen nicht unüblich bei einer Virusinfektion, zum Beispiel bei Röteln, bei Masern oder bei Windpocken, die alle zu den Viruserkrankungen gehören. Dass Pruritus auch bei einer Corona-Infektion auftritt ist aus diesem Grund – das muss immer wieder gesagt werden – überhaupt nichts Ungewöhnliches. Darüber hinaus treten auch andere Arten von Hautausschlägen auf, wie Bläschen oder sogar Pseudo-Frostbeulen bzw. Rote Flecken und juckende Quaddeln. Das klinische Muster von Pruritus zeigt sich dabei vor allem bei jüngeren Patienten, die gerade eine Corona-Infektion durchmachen. Es sind dabei markante Stellen, an denen es zu Pruritus kommt, wie zwischen den Zehen und an den Fingern. Vor allem durch das abzeichnen des Symptoms an den Zehen wurde schon vor einiger Zeit der Begriff des Corona-Zeh geprägt. Deutsche Forschungen in Bezug auf das abzeichnen  von Pruritus gibt es bisher noch nicht. Es gibt nur wenige Mediziner in Deutschland, die sich mit diesem Thema befassen. Dafür haben schon italienische und spanische Ärzte in diversen Arbeitsgruppen Pruritus in Zusammenhang mit der Infektion COVID-19 erforscht am Patient und die Veränderungen der Haut dokumentiert und beschrieben. Allerdings kam man hier noch zu keinem abschließenden Ergebnis. Man weiß also noch sehr wenig über die Krankheit Pruritus und wann es auftritt bzw. in welcher Altersgruppe verstärkt – denn nicht nur ein junger Patient kann davon betroffen sein, sondern auch ein Patient mittleren Alters oder ein Patient im höheren Alter. Was aus den Studien bisher abgelesen werden konnte ist nur, dass der jeweilige Patient, bei dem Pruritus auftrat tatsächlich positiv auf das Coronavirus getestet wurde und dass Pruritus selten auftritt.

 

Die Forschungen haben allerdings bisher ergeben, dass eine Rötung oder Pusteln oder eine Schwellung, die Pruritus auslöst, nach dem Abklingen der COVID-19 Erkrankung schnell wieder verschwinden. Nur selten hat ein Patient auch nachdem er negativ auf das Coronavirus getestet wurde nach einer Erkrankung noch mit Pruritus zu kämpfen. Das heißt praktisch: So schnell der Hautauschlag aufgetreten ist in Kombination mit Pruritus, so schnell verschwindet er auch wieder nach dem Abklingen der Krankheitssymptome. Ob jedoch, während der Hautausschlag auftritt in Kombination mit Pruritus auch andere Organe in diesem Bereich betroffen sind, das konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden, da die Symptomatik bei den Corona-Patienten sehr unterschiedlich ist.

 

Tatsache ist, dass die Bläschen und anderen Formen von Hautausschlägen schon in der Frühphase einer COVID-19-Erkrankung abzeichnen und gleich die Verbindung mit Pruritus haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Abzeichnen solcher Corona-Symptome durchaus darauf hinweisen können, dass eine Infektion COVID-19 vorliegt. Allerdings müssen in diesem Fall auch noch andere Symptome abzeichnen, wie Husten und Fieber. Bei Menschen, die an einer Hauterkrankung leiden und sowieso schon Hautausschläge haben, kann diese Art der frühen Diagnose entsprechend nicht stattfinden, da Fieber und dass gehustet wird nicht als eindeutige Symptome für COVID-19 gelten, vor allem nicht im Winter, wo eh Erkältungssaison herrscht.

 

Somit ist es tatsächlich sehr schwer Veränderungen auf der Haut eindeutig mit einer Corona-Virus Ansteckung eindeutig in Verbindung zu bringen. Vor allem auch weil die Krankheit Pruritus auf der Haut auch eine andere Ursache haben kann, wie eben einen Insektenstich.

 

Schwellungen der Lymphknoten

Etwas eindeutiger wird in einer frühen Phase einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus die Lage, wenn der Arzt bei einer Untersuchung geschwollene Lymphknoten feststellt und gleichzeitig der Reiz des Juckens von Hautstellen auftritt und ein gleichzeitiger Ausschlag. Denn geschwollene Lymphknoten können durchaus eine Krankheit einer Ansteckung mit dem Sars-Virus sein. Dabei sind auch geschwollene Lymphknoten bei vielen Viruserkrankungen nicht selten. Dies betrifft vor allem Windpocken und Masern und Röteln. Da aktuell in Deutschland allerdings keine Ausbrüche dieser Erkrankungen vorliegen, wird bei geschwollenen Lymphknoten bei der Untersuchung beim Arzt doch ein bisschen genauer geschaut und wenn noch zum Beispiel Fieber als Krankheit hinzukommt ein PCR-Test auf das Sars-Virus angeordnet bzw. gleich vom Arzt durchgeführt.

 

Noch eindeutiger wird die Lage und der Verdacht auf eine Infizierung mit dem Virus, wenn eine Hautveränderung in einem bestimmten Muster vorliegt, wie sie sonst bei Allergien abzeichnen würde. In Studien, die sich mit dem Thema Hautveränderung in Zusammenhang mit dieser Viruserkrankung befassen, haben insgesamt fünf Ausschlag-Muster identifiziert, die bei Corona-Patienten immer wieder abzeichnen , wenn diese unter Pruritus an bestimmten Hautstellen, vor allem zwischen den Zehen oder den Fingern klagen. Hierzu gehören neben der Nekrose auch die urtikarielle Läsionen. Und liegt dann trockener Husten vor und sind die Patienten fiebrig, kann fast schon mit Sicherheit ausgesagt werden, dass ein PCR-Test ein wohl positives Testergebnis auf das Sars-Virus bringt. Es muss hier allerdings auch immer wieder gesagt werden, dass eine solche Hautveränderung selten ist und Patienten jeden Alters betreffen kann. Genau das macht die Diagnose letztlich so schwer. Genauso gut kann es sein, dass dem Juckreiz eine Allergie zugrunde liegt, die sogar abzeichnen kann, wenn jemand etwas gegessen hat, auf das er allergisch reagiert.

 

Pruritus behandeln

Wenn nun Covid-19-Patienten an Pruritus und einer Hautveränderung leiden, werden diese Symptome bzw. Beschwerden im Rahmen der Coronabehandlung natürlich auch therapiert. Aus diesem Grund ist es heute nicht mehr selten, dass auf den Coronastationen auch Dermatologen ein- und ausgehen und sich um die Folgende Symptome, die bei den Covid-19-Patienten in Zusammenhang mit Pruritus an Hautstellen eine Behandlung ausführen. Denn zu der Belastung an dieser Viruserkrankung zu leiden und im Krankenhaus zu sein, kommt noch die Belastung durch den Pruritus hinzu. Dies kann um so schwerer wiegen, als das Patienten, die an dieser Viruserkrankung leiden eh schon eine Hauterkrankung haben, die sie eh schon belastet.


Das Fatale an der Situation ist, dass Pruritus durch psychischen Stress, unter dem die Patienten, die erkrankt sind an diesem Virus, noch verstärkt wird. Aus diesem Grund heißt es letztlich auch für die behandelnden Ärzte, dass diese dafür sorgen müssen, dass die Patienten so wenig Stress wie möglich haben. Es handelt sich zum Glück um keinen chronischen Pruritus, wogegen letztlich bzw. langfristig nur eine medikamentöse Behandlung erfolgsversprechend helfen würde. Denn nach maximal 14 Tagen, wenn die Viruslast wieder nachlässt, nimmt auch der Pruritus in aller Regel wieder ab. Es sind weltweit nur wenige Fälle bekannt, in denen der Pruritus auch nach dem vollständigen Abklingen der Symptome der
Coronavirus-Infektion weiterhin andauerte. Zudem verschwinden auch die Veränderungen an den Hautstellen nach dem Abnehmen der Viruslast wieder.

 

Einige Forscher vermuten inzwischen sogar, dass die Veränderungen an den Hautstellen und der Pruritus in Zusammenhang mit der Sars-Viruserkrankung sogar durch Stress ausgelöst werden könnte. Grund dafür ist, dass der Körper erkrankt ist und dass man auch weiß, dass man an einer Krankheit leidet, die schon sehr viele Menschen das Leben gekostet hat. Bekannt ist, dass einige Erkrankungen durchaus durch Stress ausgelöst werden können. Das würde letztlich aber nur den Pruritus erklärten, nicht aber die Ausschläge an meist bestimmten Hautstellen wie den Fingern, den Zehen und dem Rumpf.

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